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Die Geschichte des „Igelwirts“ Schon 1892 begann der Gastronomiebetrieb in unserem Haus, dem damaligen Anwesen Nr. 13 am Schloßberg. Wie, beziehungsweise, dass es dazu kam ist eigentlich eine merkwürdige, wenn gleich lustige Geschichte:
Der Besitzer des Anwesens, nämlich Georg Igel (1855 – 1937), überlegte, nachdem er zu etwas Geld gekommen war, hin und her, ob er sich nun ein Fahrrad kaufen sollte oder eine Bierwirtschaft eröffnen wollte. Er entschloss sich, Wirt zu werden, und öffnete 1892 die Pforte zu seinem Bergwirtshaus „Auf der Alm“. Dem ersehnten Rad konnte er aber trotzdem nicht wiederstehen und wurde schließlich auch noch stolzer „Radbesitzer“. Der Igels Georg, genannt Gärg, war ein heiterer und leutseeliger Gesell, der immer einen Witz parat hatte. Seine Gäste, zumeist Wanderfreunde aus Nürnberg und Umgebung, kehrten gerne beim Gärg auf dem Schloßberg ein, wo oft ein geselliges Treiben herrschte. Natürlich fand es im Wirt seinen Mittelpunkt ! Man rief Ihn „Alter Igel“ oder „Igelwirt“ und dieser Name blieb Ihm und dem Haus bis auf den heutigen Tag. Frotzeleien, ja Foppereien von Seiten der Gäste wegen seines stacheligen Namens entgegnete der „Igel“ mit scharfer Zunge, denn nicht nur sein bodenständig- derber Humor war weit bekannt. Genauso wurde seine Schlagfertigkeit gerühmt, die im „Rededuell“ mit den Gästen fast immer die Oberhand behielt und dem „rhetorisch Unterlegenen“ das Gelächter und den Spott aller Anwesenden einbrachte. Diese Originalität war sein Markenzeichen und wie ein Magnet für viele Wanderer, die damals den beschwerlichen Aufstieg zur „Almwirtschaft“ nicht scheuten. 1922 übergab Georg Igel seinem Sohn Fritz das Regiment über sein Wirtshaus, sein originelles Wesen aber blieb den Gästen noch einige Jahre erhalten. Er starb im Jahre 1937 nach langer, leidvoller Krankheit. Fritz Igel baute zuerst einen Saal an die zu klein gewordene Gaststube, um wochenend´s dem Besucherstrom Herr zu werden Auch wurden 6 Fremdenzimmer in den Kellerräumen eingerichtet. Das von Georg Igel noch neben der Landwirtschaft her betriebene „Unternehmen“ wuchs nun mehr und mehr, nicht zuletzt Dank der rührigen und tüchtigen Wirtin Margarethe Igel geborene Schwemmer, die den Igelwirt bis ins Jahr 1981 prägte. Nach dem zweiten Weltkrieg (1951) übernahm Fritzens Schwiegersohn Leonhard Maas, gebürtig aus Osternohe, die Wirtschaft. Er hatte die ältere der beiden Igel-Töchter (Elise und Hilde) geheiratet. Durch den wachsenden Bustourismus mit seinem üppigen Angebot an Tagesausflüglern reichte in den 50er Jahren die Kapazität des Igelwirts nicht mehr aus: ein Nebenzimmer (Glashalle) entstand, Saal und Küche wurden umgestaltet. Mit dem Bau des Pensionshauses „Hilde Igel“ konnte die Zahl der Gästezimmer erheblich vergrößert werden. Über 30 Jahre war Leonhard Maas Chef unseres Hauses, natürlich unter emsiger Mithilfe seiner Frau Elise und seiner Schwägerin Hilde und den drei Kindern Elisabeth, Wolfgang und Fritz. Seit 1989 leitet nun Fritz Maas mit seiner Frau Gaby, geborene Birkmann aus Hohenstadt und den beiden Töchtern Elena und Kristina unser Familienunternehmen. Im Jahr 2007 ließ dieser den Abriss und kompletten Neubau des Pensionshauses „Hilde Igel“ veranlassen, da das Anwesen nicht mehr dem heutig gültigen Standard entsprach. Mit diesem wunderschön neuerbauten Hotel (mit Platz für den baldigen Ausbau eines Spabereichs in der Paterre mit grosser Veranda und bodenhohen Fenstern) starten wir nun in die Zukunft des „Igelwirts“. Wir gedenken Hilde Igel, die als letzte Namensträgerin, den Gasthof bis zum Ihrem Ende im Jahre 2005 immer als die Gute Seele des Hauses unterstützte.
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